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Die Strompreis setzt sich zusammen aus:

Fragen und Antworten zu Strompreisen 2024

Aus welchen Komponenten setzt sich der Strompreis zusammen?
  • Energiepreis: Preis für den gelieferten Strom.
  • Netznutzungspreis: Preis für die Nutzung des Stromnetzes. Diese Einnahmen verwenden die Energieversorger dafür, das Stromnetz in einem guten Zustand zu halten und bei Bedarf weiter auszubauen.
  • Systemdienstleistungen: Dieser Kostenpunkt wird in den Netznutzungstarif eingerechnet, ist also auf der Stromrechnung in der Regel nicht separat ausgewiesen. Damit wird die nationale Netzgesellschaft Swissgrid entschädigt. Sie sorgt dafür, dass die benötigte und die gelieferte Menge Strom im Gleichgewicht bleiben und die Stromversorgung in der Schweiz zuverlässig funktioniert.
  • Netzzuschlag des Bundes: Die Einnahmen dieses Zuschlags verwendet der Bund hauptsächlich dafür, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zu fördern.
  • Konzessionsabgabe (Abgabe an die Stadt): Damit entschädigt der Energieversorger die Stadt oder die Gemeinde dafür, dass er das lokale Stromnetz betreiben und dafür Leitungen in öffentlichem Grund verlegen darf. Nicht alle Städte und Gemeinden erheben eine Konzessionsabgabe.
Welche Faktoren beeinflussen die Strompreise 2024?

Veränderungen ergeben sich 2024 wie schon 2023 bei den Energietarifen, den Netznutzungstarifen und den Abgaben. 

Die Energietarife wiederum hängen vor allem von folgenden Faktoren ab: 

  • Gaspreise: Sie beeinflussen die Handelspreise für Strom, weil in Europa ein beträchtlicher Teil des Stroms in Gaskraftwerken entsteht. Müssen deren Betreiber mehr für das eingesetzte Gas bezahlen, verteuern sich die Produktionskosten, weshalb die Strompreise steigen.
  • Wetter: Die Niederschlagsmenge wirkt sich auf die Wasserstände in Flüssen und Stauseen aus und somit auf die produzierte Menge Strom aus Wasserkraft. Fällt zum Beispiel längere Zeit wenig Regen und Schnee, verknappt dies das Angebot an Strom und sorgt für höhere Handelspreise.
  • Französische Kernkraftwerke: Sie spielen eine wichtige Rolle für die Energieversorgung in Westeuropa. Fallen viele davon aus, etwa wegen Wartungsarbeiten oder technischer Probleme, fehlt dieser Strom – die Handelspreise steigen.
  • CO2-Preis: Die Preise für die europäischen CO2-Zertifikate sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Das verteuert die Produktionskosten von Strom aus fossilen Quellen.
  • Konjunktur: Die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst die Nachfrage nach Strom. Trübt sich die Konjunktur ein, sorgt dies daher für tiefere Handelspreise.
Warum sind die Strompreise in der Schweiz so unterschiedlich?

Das liegt an den lokalen Unterschieden sowohl bei den Energietarifen als auch bei den Netznutzungstarifen:

  • Energietarife: Sie hängen vor allem davon ab, ob die Energieversorger ihren Strom am Markt beschaffen oder zum grossen Teil selbst produzieren (eigene Kraftwerke bzw. Beteiligung an Kraftwerken). Kaufen sie den Strom am Markt ein, wirken sich die Handelspreise viel stärker auf ihre Energietarife aus – je nach Marktsituation positiv oder negativ. Dadurch ergeben sich auch grössere Schwankungen bei den Tarifen. Die Energieversorger haben zudem unterschiedliche Beschaffungsstrategien, was die Energietarife ebenfalls beeinflusst. Hier wirkt sich etwa aus, in wie vielen Tranchen (Teilmengen) und zu welchen Zeitpunkten der benötigte Strom beschafft wird.
  • Netznutzungstarife: Sie basieren auf den Kosten, die beim Stromnetz entstehen. Diese Kosten fallen von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aus. Unter den Netznutzungstarif fallen die Kosten für die Nutzung des Übertragungs- und Verteilnetzes. Er wird bestimmt durch die getätigten Investitionen für den Bau, Betrieb und Unterhalt des Netzes, das den Strom sicher und zuverlässig von den Produktionsanlagen zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern transportiert. 
Warum steigen 2024 die Strompreise für die Kundinnen und Kunden, obwohl die Preise am Markt gesunken sind?

Das hat vor allem zwei Gründe:

  • Kosten für die Winterreserve: Um die drohende Energiemangellage im Winter zu verhindern, hat der Bund umfassende Massnahmen realisiert, etwa eine Wasserkraftreserve in Stauseen und mehrere Reservekraftwerke. Die Kosten dafür werden 2024 erstmals als Abgabe (+1.20 Rp./kWh) in die Netznutzungstarife eingerechnet, weshalb diese steigen. Davon sind alle Stromkundinnen und -kunden betroffen. Auch die Systemdienstleistungen der Swissgrid sind erneut gestiegen.
  • Beschaffung über mehrere Jahre: Energieversorger ohne Eigenproduktion, so auch Energie Kreuzlingen, kaufen ihren Strom am Markt ein und zwar meist in mehreren Teilmengen zu verschiedenen Zeitpunkten – zum Beispiel über drei Jahre verteilt. Sie tun dies, um Preisrisiken abzufedern. Der Strom für 2023 wurde daher zum grossen Teil zu Zeitpunkten eingekauft, als die Handelspreise noch deutlich tiefer lagen als heute. Den Strom für 2024 hingegen haben die Energieversorger grösstenteils 2022 und 2023 beschafft, also in Zeiten hoher Handelspreise. Deshalb steigen die Energietarife dieser Energieversorger nochmals: Die hohen Handelspreise wirken sich verzögert aus.
Wenn die Kundschaft nicht von sinkenden Handelspreisen profitiert: Ist die Beschaffungsstrategie dieser Energieversorger falsch?

Nein. Gerade im Jahr 2023 mit rekordhohen Handelspreisen hat sich diese Beschaffungsstrategie als richtig erwiesen. Denn ohne die Beschaffung zu mehreren Zeitpunkten wären die Strompreise 2023 vieler Energieversorger noch deutlich stärker gestiegen. Umgekehrt hat eine solche Strategie zur Folge, dass die Energietarife noch nicht sinken, sondern erst zeitlich verzögert in den kommenden Jahren. Die Marktausschläge werden für die Kundinnen und Kunden abgefedert und geglättet.

Machen die Energieversorger bei so hohen Strompreisen mehr Gewinn?

Nein. In der Schweiz sind die Strompreise der Grundversorgung stark reguliert und werden nach gesetzlichen Vorgaben kalkuliert. Dabei gilt die sogenannte Cost-Plus-Methode: Die Energieversorger dürfen jene Kosten vollständig in die Tarife einrechnen, die ihnen durch den Betrieb ihres Stromnetzes und durch die Beschaffung der Energie entstanden sind. Darüber hinaus darf pro Kundin oder Kunde eine jährliche Vertriebspauschale von 75 Franken (ab 2024: 60 Franken) einkalkuliert werden, die alle weiteren Kosten (Verrechnung, Kundendienst, Kommunikation etc.) abdecken muss. Diese Vorgaben ermöglichen in der Grundversorgung also kaum einen Gewinn – auch bei marktbedingt hohen Strompreisen nicht.

Wer überprüft, dass mein Energieversorger nicht zu hohe Strompreise verlangt?

Alle Energieversorger in der Schweiz müssen ihre Stromtarife der Grundversorgung fürs folgende Jahr immer bis Ende August der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) melden. Diese prüft die Tarife in einem mehrstufigen Verfahren:

  • Bei einer Plausibilitätsprüfung kontrolliert die ElCom, ob eine Tariferhöhung nachvollziehbar ist.
  • Ist die Erhöhung nicht plausibel, folgen zusätzliche Abklärungen mit dem Energieversorger.
  • Falls der Energieversorger die Erhöhung nicht genügend erklären kann, leitet die ElCom möglicherweise ein Verfahren ein. Sie kann ungerechtfertigte Tariferhöhungen untersagen und zu hohe Tarife sogar rückwirkend senken.
Wie kann ich mich gegen die erneute Preiserhöhung meines Energieversorgers im Jahr 2024 wehren?

Lassen Sie sich die Preiserhöhung zuerst vom Kundendienst Ihres Energieversorgers detailliert erklären. Wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, dass die Preiserhöhung unangemessen ist, können Sie dies der ElCom mit dem Kontaktformular auf www.elcom.admin.ch melden.

Wären die Strompreise tiefer, wenn auch die Haushalte ihren Energieversorger wählen könnten und somit der Wettbewerb spielen würde?

In der aktuellen Situation ist das Gegenteil der Fall: Die Haushalte profitieren davon, dass sie in der stark regulierten Grundversorgung sind. Zum Vergleich: Für Schweizer Unternehmen, die ihren Strom am freien Markt beziehen und ihren Anbieter wählen können, sind die Strompreise im Jahr 2023 noch viel stärker gestiegen. Auch die Haushalte in Deutschland, wo der Strommarkt vollständig liberalisiert ist, waren meist von starken Preiserhöhungen betroffen. 

Warum steigen 2024 die Kosten für die Systemdienstleistungen?

Mit den sogenannten Systemdienstleistungen sorgt die nationale Netzgesellschaft Swissgrid dafür, dass die benötigte und die gelieferte Menge Strom im Gleichgewicht bleiben und die Stromversorgung in der Schweiz zuverlässig funktioniert. Je nach Situation wird dazu zusätzliche Energie ins Schweizer Energiesystem eingespeist oder dem System Energie entzogen. Die Kapazitäten für beide Fälle muss Swissgrid beschaffen, zum Beispiel bei Betreibern grosser Wasserkraftwerke. Die Preise dafür richten sich nach den Handelspreisen für Strom. Daher ist Swissgrid genau wie die lokalen Energieversorger von den hohen Handelspreisen seit 2022 betroffen und muss die höheren Kosten nun auf die Stromkundinnen und -kunden überwälzen.

Wie werden die Kosten für die Reservekraftwerke auf die Stromkundinnen und -kunden überwälzt?

Die Reservekraftwerke gehören zu den Massnahmen des Bundes gegen die drohende Energiemangellage im Winter. Der Bund hat angeordnet, dass die Kosten dafür über die nationale Netzgesellschaft Swissgrid verrechnet werden. Swissgrid berechnet dafür 1.20 Rp./kWh. Diese Kosten werden in die Netznutzungstarife der lokalen Energieversorger einkalkuliert und so auf die Kundinnen und Kunden überwälzt.

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